Nach dem Preis für eine neue Website fragt jeder. Nach den Kosten im zweiten Jahr fragt kaum jemand. Dabei kommen genau dann Rechnungen, mit denen niemand gerechnet hat: Domain, Hosting, Postfächer, Lizenzen. Einzeln sind das kleine Beträge, zusammen oft mehr als gedacht. Hier steht, was wirklich jedes Jahr anfällt und worauf Sie achten sollten. Was der Aufbau selbst kostet, lesen Sie in Was eine neue Website wirklich kostet.
Was jedes Jahr sicher anfällt
- Die Domain. Eine .de-Adresse kostet je nach Anbieter meist zwischen 5 und 20 Euro im Jahr. Vorsicht bei Angeboten für wenige Cent im ersten Jahr: Entscheidend ist der Preis ab dem zweiten.
- Das Hosting. Einfaches Webhosting gibt es ab wenigen Euro im Monat, ordentlich betreutes Hosting liegt eher zwischen 15 und 40 Euro im Monat. Was hinter dem Unterschied steckt, erklärt Was ist Hosting und warum macht es einen Unterschied?
- Das SSL-Zertifikat. Für eine normale Firmenwebsite reicht ein kostenloses Zertifikat, bei den meisten Anbietern ist es inklusive. Verschlüsselt wird damit genauso gut wie mit einem bezahlten. Steht dafür ein eigener Posten auf der Rechnung, fragen Sie nach.
- Die Postfächer. Oft im Hosting enthalten. Wer einen externen Dienst wie Microsoft 365 oder Google Workspace nutzt, zahlt pro Postfach und Monat. Bei fünf Mitarbeitern wird daraus schnell ein dreistelliger Betrag im Jahr.
Was je nach Website dazukommt
- Lizenzen für Erweiterungen. Viele WordPress-Seiten nutzen Premium-Plugins oder Premium-Themes im Jahresabo, meist zwischen 30 und 200 Euro pro Erweiterung. Läuft die Lizenz aus, funktioniert die Seite weiter, bekommt aber keine Sicherheitsupdates mehr.
- Rechtstexte im Abo. Wer Impressum, Datenschutzerklärung und bei Shops die AGB automatisch aktuell halten will, zahlt bei spezialisierten Anbietern einen monatlichen Beitrag. Für einen Onlineshop ist das gut angelegtes Geld.
- Dienste für Cookie-Banner. Manche kosten je nach Größe der Website einen monatlichen Betrag. Ob Sie überhaupt einen Banner brauchen, steht in Cookie-Banner: was Pflicht ist und was nur nervt.
- Beim Shop: Gebühren pro Zahlung. Keine Jahreskosten im engeren Sinn, aber ein fester Anteil an jedem Umsatz. Mehr dazu in Was kostet ein Onlineshop wirklich?
Der Posten, der am teuersten wird, wenn er fehlt
Updates, Backups und jemand, der merkt, wenn die Seite nicht mehr erreichbar ist. Das kostet entweder Geld oder Ihre Zeit. Wer beides spart, zahlt später: Eine gehackte Website zu bereinigen kostet schnell mehrere hundert Euro. Dazu kommen Tage, an denen Besucher statt Ihres Angebots eine Warnung im Browser sehen.
Eine Beispielrechnung
Ein Handwerksbetrieb mit fünf Seiten auf WordPress, drei Postfächern im Hosting und zwei Premium-Erweiterungen:
- Domain: 12 Euro
- Hosting: 15 Euro im Monat, also 180 Euro
- zwei Erweiterungen zu je 60 Euro: 120 Euro
- Postfächer: im Hosting enthalten
Zusammen rund 310 Euro im Jahr. Darin ist noch niemand enthalten, der Updates einspielt oder prüft, ob die Backups funktionieren. Das übernimmt entweder der Inhaber selbst, oder es kommt ein Wartungsvertrag dazu.
Worauf Sie bei Verträgen achten sollten
- Der Verlängerungspreis. Viele Angebote sind im ersten Jahr stark rabattiert. Maßgeblich ist, was ab dem zweiten Jahr auf der Rechnung steht.
- Laufzeit und Kündigungsfrist. Verträge über 24 Monate mit automatischer Verlängerung sind verbreitet. Tragen Sie sich den Kündigungstermin in den Kalender ein, sonst verlängert sich der Vertrag stillschweigend.
- Was bei einer Kündigung passiert. Klären Sie vorher, wie Sie an Ihre Daten kommen und wie die Domain zu einem anderen Anbieter umzieht.
- Doppelte Posten. Nach einem Anbieterwechsel läuft der alte Vertrag erstaunlich oft einfach weiter. Wie ein Wechsel sauber abläuft, steht in Hosting-Umzug: wie eine Website ohne Ausfall umzieht.
So rechnen wir
Bei uns sind Hosting und Domain im ersten Jahr im Festpreis für den Aufbau enthalten. Ab dem zweiten Jahr kosten sie 144 Euro im Jahr. Wer möchte, dass wir uns um alles kümmern, nimmt die Pflege ab 19 Euro im Monat. Darin sind Hosting und Domain bereits enthalten, dazu Backups, Sicherheitsupdates und die Überwachung der Seite. Sie wissen also vorher, was jedes Jahr kommt.
Wenn Sie nicht sicher sind, wofür Sie heute jedes Jahr bezahlen: Schicken Sie uns eine Liste Ihrer Verträge. Wir sagen Ihnen ehrlich, welche Posten nötig sind und welche Sie streichen können.