Lächelnde Menschen im Anzug vor weißem Hintergrund. Hände beim Handschlag. Eine Kaffeeetasse von oben. Wir sehen diese Bilder auf hunderten Websites und jedes Mal denken wir: Was erzählt das dem Besucher über dieses Unternehmen? Nichts.
Stockfotos sind nicht per se schlecht. Manchmal gibt es keine Alternative. Aber wenn ein Betrieb echte Menschen, echte Räume, echte Produkte hat – und trotzdem auf Stockfotos zurückgreift – dann verschenkt er das Wirksamste, was eine Website haben kann: Glaubwürdigkeit.
Warum Besucher Stockfotos erkennen
Das geht schneller als man denkt. Die Qualität ist zu glatt, die Situation zu konstruiert, die Menschen zu divers und zu perfekt. Niemand in einem echten Betrieb sieht so aus wie die Menschen auf Stockfotos. Besucher spüren das, auch wenn sie es nicht benennen können. Und dann vertrauen sie weniger.
Es gibt sogar Studien dazu: Echte Fotos des Teams erhöhen die Konversionsrate auf Kontaktseiten messbar. Keine dramatischen Zahlen, aber konsistent. Menschen kaufen von Menschen, nicht von Hochglanzmontagen.
Was „echte Fotos" bedeutet – und was nicht
Es müssen keine professionellen Aufnahmen von einem Fotografen sein. Ein ordentliches Smartphone und gutes Licht reichen für viele Zwecke. Wichtiger als technische Qualität ist Authentizität.
Zeigen Sie, wie Sie arbeiten. Den Betrieb. Die Produkte. Das Team – auch wenn das nur zwei Personen sind. Einen Moment aus dem Alltag. Das erzählt mehr als jeder Text.
Was nicht funktioniert: verwackelte Bilder ohne Kontext. Fotos aus dem Sommer 2017, auf denen der halbe Betrieb gar nicht mehr arbeitet. Bilder, die nichts mit der Dienstleistung zu tun haben. Qualität ist wichtig, aber Relevanz noch mehr.
Wenn es wirklich keine Fotos gibt
Manchmal geht es nicht. Neue Firma, noch kein Fotoshooting, kein Budget im Moment. Dann lieber gute Stockfotos als schlechte echte Fotos. Es gibt Anbieter wie Unsplash, die lizenzfreie Fotos kostenlos anbieten – und die sind deutlich besser als die typischen Businessfotos, die man auf jedem zweiten Firmenprofil sieht.
Aber: Es sollte ein Übergangszustand sein. Wer eine Website ernst nimmt, plant ein Fotoshooting ein. Es muss kein Tagesbudget kosten – ein Fotograf für zwei Stunden, ein paar Portraits und Arbeitsfotos, das reicht für mehrere Jahre.
Eine letzte Sache
Das Profilfoto des Inhabers auf der Über-uns-Seite macht einen größeren Unterschied als die meisten denken. Kein Urlaubsfoto, kein Foto vom letzten Firmenevent wo jemand den Arm um Sie gelegt hat und halb abgeschnitten ist. Ein einfaches Portrait, gutes Licht, neutrale Kleidung. Menschen, die eine Website besuchen, wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Geben Sie ihnen diese Antwort.