Kaum eine Website kommt heute ohne Cookie-Banner daher. Die meisten nerven, viele sind rechtlich falsch, und ein erstaunlich großer Teil wäre gar nicht nötig. Die gute Nachricht: Ob Ihre Website einen Banner braucht, ist keine Glaubensfrage, sondern lässt sich klar beantworten.
Wann Sie keinen Banner brauchen
Ein Cookie-Banner ist nur für Dinge da, die nicht technisch notwendig sind. Das heißt im Umkehrschluss: Eine Website, die sauber gebaut ist, kommt oft komplett ohne Banner aus.
- Technisch notwendige Cookies brauchen keine Einwilligung: Warenkorb, Login, Sprachauswahl. Dafür darf kein Banner verlangt werden, ein Hinweis in der Datenschutzerklärung genügt.
- Lokale Schriftarten statt Google Fonts vom Google-Server: keine Datenübertragung, keine Einwilligung nötig.
- Cookielose Statistik (z.B. selbst gehostetes Umami oder Matomo ohne Cookies) zählt Besucher anonym, ohne Einwilligungspflicht. Erwähnt werden muss sie trotzdem in der Datenschutzerklärung.
Wann der Banner Pflicht ist
Sobald Ihre Website Cookies setzt oder auf das Gerät des Besuchers zugreift, ohne dass es technisch nötig ist, brauchen Sie eine Einwilligung, und zwar bevor etwas geladen wird (§ 25 TDDDG und DSGVO). Typische Fälle:
- Google Analytics, Meta Pixel und andere Tracking-Dienste
- Eingebettete YouTube-Videos und Google Maps
- Werbenetzwerke und Remarketing
Wichtig: „Einwilligung“ heißt echte Wahl. Ein Banner, der nur einen „OK“-Knopf hat, ist keine Einwilligung.
Die häufigsten Fehler, die teuer werden können
- Cookies laden schon vor dem Klick. Der Banner ist dann reine Dekoration. Das ist der häufigste Fehler, und der am leichtesten nachweisbare.
- Kein gleichwertiger Ablehnen-Knopf. „Alle akzeptieren“ in Großbuchstaben und bunt, „Ablehnen“ versteckt im Kleingedruckten: unzulässig. Ablehnen muss so einfach sein wie Zustimmen.
- Vorangekreuzte Kästchen. Einwilligung muss aktiv erfolgen, vorausgefüllte Haken sind seit Jahren verboten.
- Kein Widerruf möglich. Besucher müssen ihre Entscheidung jederzeit ändern können, etwa über einen Link im Footer.
Unser Ansatz: der beste Banner ist ein kleiner oder gar keiner
Wir bauen Websites von Anfang an so, dass möglichst wenig Einwilligung nötig ist: Schriften lokal, Statistik ohne Cookies, keine unnötigen Tracker. Externe Inhalte wie Karten oder Videos laden erst nach einem Klick des Besuchers. So machen wir es auch auf unserer eigenen Website: Die Google-Karte erscheint erst, wenn Sie es erlauben.
Das Ergebnis: weniger Nerven für Ihre Besucher, weniger Angriffsfläche für Abmahnungen, und eine Website, die schneller lädt.
Sie sind unsicher, ob Ihr Cookie-Banner rechtlich sauber ist, oder ob Sie überhaupt einen brauchen? Schreiben Sie uns, wir schauen kostenlos und unverbindlich drüber.
Hinweis: Dieser Artikel ist eine praktische Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.