Drei Sekunden. So lange wartet ein normaler Nutzer, bevor er die Seite schließt. Klingt kurz, ist es auch. Und die meisten Websites in Deutschland schaffen das nicht – besonders keine, die auf billigem Shared Hosting laufen oder seit Jahren nicht angefasst wurden.

Wir messen das bei jedem Projekt, das zu uns kommt. Nicht weil wir das müssen, sondern weil es regelmäßig erschreckend ist. Ladezeiten von 8, 10, manchmal 14 Sekunden. Auf dem Desktop, bei guter Leitung. Auf dem Handy noch schlimmer.

Woran liegt das eigentlich?

Meistens an ein paar Dingen, die sich summieren. Bilder, die niemand komprimiert hat – 4 MB JPEGs direkt von der Kamera. Plugins, die im Hintergrund Anfragen schicken. Ein Theme, das 12 verschiedene Schriften lädt, von denen 9 auf der Seite nirgends auftauchen. Und das Hosting, das für 3 Euro im Monat natürlich keine Wunder vollbringt.

WordPress ist nicht per se langsam. Aber es wird schnell langsam, wenn man nicht aufpasst. Wir haben Seiten gesehen, die 180 Datenbankabfragen pro Seitenaufruf gemacht haben. 180. Für eine einfache Firmenwebsite mit fünf Unterseiten.

Was tatsächlich hilft

Das Erste, was wir bei einem Relaunch machen: Bilder. Alles unter 200 KB, WebP wenn möglich. Das allein macht oft 2-3 Sekunden aus. Klingt banal, wird aber regelmäßig ignoriert.

Dann Plugins. Bei jedem aktiven Plugin fragen wir: Braucht das die Seite wirklich? Ein Kontaktformular braucht kein Plugin, das 400 KB JavaScript lädt. Ein Cookie-Banner auch nicht unbedingt eins, das erst mal die halbe EU-Cloud fragt bevor es sich zeigt.

Caching. Ein vernünftiger Caching-Layer sorgt dafür, dass der Server nicht bei jedem Aufruf die gleiche Seite neu zusammenbaut. Das kostet nichts extra – es muss nur richtig eingestellt sein.

Und Hosting. Wir sagen das nicht um Hosting zu verkaufen: aber der Unterschied zwischen 3-Euro-Shared-Hosting und einem ordentlichen Server ist real und messbar. Nicht immer braucht man das. Aber wenn die Seite wichtig ist fürs Geschäft, lohnt es sich.

Wie Sie das selbst prüfen können

Google PageSpeed Insights ist kostenlos und sagt Ihnen in zwei Minuten, wo Ihre Seite steht. Einfach die URL eingeben, beide Ansichten anschauen – Desktop und Mobil. Alles unter 70 Punkten ist ein Problem. Alles unter 50 ist ein dringendes Problem.

Wenn Sie das machen und erschrocken sind: Sie sind nicht allein. Und es ist lösbar.