Warum echte Bilder mehr verkaufen als Stockfotos, haben wir in Echte Fotos schlagen Stockfotos beschrieben. Bleibt die praktische Frage: Wer macht die Fotos? Für vieles reicht ein aktuelles Smartphone, wenn man ein paar Dinge beachtet. Für manches lohnt sich ein Fotograf. Hier ist die Abgrenzung.
Was Sie gut selbst fotografieren können
- Ihre Arbeit im Detail. Hände am Werkstück, Material, Werkzeug, ein fertiges Ergebnis. Nahaufnahmen verzeihen viel und wirken sofort echt.
- Vorher und nachher. Gerade im Handwerk überzeugen zwei Bilder aus derselben Perspektive mehr als jeder Text.
- Ihre Räume. Werkstatt, Laden, Praxis oder Büro, aufgeräumt und bei Tageslicht.
- Arbeitssituationen. Menschen bei der Arbeit statt gestellter Gruppenbilder. Wer nicht in die Kamera schaut, wirkt entspannter.
So werden die Bilder deutlich besser
- Licht vor Technik. Fotografieren Sie bei Tageslicht, am besten mit dem Fenster seitlich oder hinter sich. Grelle Mittagssonne und gemischtes Licht aus Lampen und Fenster machen harte Schatten und falsche Farben.
- Linse putzen. Klingt banal, ist aber der häufigste Grund für milchige Handyfotos.
- Querformat für die Website. Große Bilder oben auf der Seite sind fast immer breit. Hochkant passt eher zu Social Media.
- Gerade Linien. Türen, Regale und Wände sollten senkrecht stehen. Das Raster in der Kamera-App hilft dabei.
- Hintergrund prüfen. Kartons, Kabel und Kaffeetassen fallen auf dem Foto stärker auf als im Raum. Lieber zwei Minuten aufräumen.
- Kein Digitalzoom. Lieber näher herangehen, der Zoom kostet sichtbar Schärfe.
- Viele Varianten. Zwanzig Bilder von einer Situation machen, eines davon wird gut.
Beim Übergeben nichts verschenken
Schicken Sie Fotos nicht über Messenger, die Bilder dabei stark verkleinern. Besser sind ein geteilter Ordner in der Cloud oder AirDrop, dann kommen die Originale an. Um Dateigröße und Format kümmern wir uns beim Einbauen, damit die Seite trotz vieler Bilder schnell bleibt. Warum das wichtig ist, steht in Warum Ihre Website langsamer ist als Sie denken.
Zeigen die Bilder Mitarbeiter, holen Sie vorher deren Einverständnis ein, am besten schriftlich.
Wann sich ein Fotograf lohnt
- für Portraits und das Teamfoto, weil gutes Licht auf Gesichtern schwer selbst hinzubekommen ist
- für Produktfotos im Onlineshop, die einheitlich aussehen müssen
- für große Räume wie Restaurants, Hotels oder Praxen, die auf dem Smartphone schnell eng und dunkel wirken
Für Räume gibt es noch eine Alternative: einen virtuellen 360°-Rundgang, den Besucher auf Ihrer Website und in Ihrem Google-Profil selbst erkunden. Was er bringt, lesen Sie in Virtueller Rundgang: was bringt er im Google-Profil?
Unser Tipp zum Schluss: Fangen Sie mit zehn guten eigenen Bildern an statt mit fünfzig mittelmäßigen. Welche davon auf die Startseite gehören, besprechen wir gerne mit Ihnen.